
Wahlurnen bleiben im Keller
Am 27. Februar 2024 sollte das Nordenhamer Jugendparlament (kurz: JuPa) neu gewählt werden: Alle Schüler*innen der weiterführenden Schulen im Stadtgebiet von Nordenham sollten ihre Jugendvertreter:innen bestimmen. Doch zur Wahl kam es nich. Warum und welchen Einfluss Jugendvertreter trotzdem in Nordenham haben, erfahrt ihr in diesem Artikel.
Nur vier Jugendliche der Oberschule 1 Nordenham hatten Interesse, für das Nordenhamer Jugendparlament zu kandidieren. Damit gab es genauso viele Kandidat*innen wie Plätze – es wurde also keine Wahl nötig. Die Wahlkabinen und Wahlurnen blieben im Schulkeller, die Wahlzettel mussten nicht gedruckt werden. Der vom Bürgermeister einberufene Wahlvorstand blieb arbeitslos.
In den nächsten zwei Jahren vertreten nun Felicia Günther, Max Oliver Ruhsmeier, Phil Saathoff und Volkan Sakin die Oberschule 1 Nordenham im Nordenhamer Jugendparlament.
Damit blieb den rund 600 Wahlberechtigten der Oberschule diese für viele erste Wahlerfahrung verwehrt. Auch an den anderen Schulen im Nordenhamer Stadtgebiet gab es nicht genügend Kandidat*innen, um eine Wahl durchzuführen. ABER HALLO hat nach dieser „Wahlschlappe“ recherchiert, warum die Kandidat*innen fehlten (siehe Artikel „Elf Kandidat*innen gingen verloren“- ABER HALLO Ausgabe 41).
Dabei ist das Jugendparlament eine gute Möglichkeit, Einfluss auf die Stadtentwicklung zu nehmen: Im Jugendparlament geht es darum, dass Jugendliche und Kinder einer Gemeinde erfahren, wie Politik funktioniert und Entscheidungen getroffen werden. Das Jugendparlament wird von Jugendlichen geleitet. In den vergangenen zwei Jahren war Sadik Gündogar 1. Vorsitzender und Aleyna Celik seine Stellvertreterin. Seit diesem Jahr sind es Melanie Rachner, ihr Stellvertreter ist Volkan Sakin.
Das Jugendparlament hat insgesamt 13 Sitze, die sich auf die weiterführenden Schulen im Stadtgebiet verteilen. Hierbei handelt es sich um das Gymnasium Nordenham, die OBS 1 Nordenham und den Luisenhof. Die Förderschule „Schule am Siel“ nimmt ihren Sitz nie wahr.
Im Jugendparlament gibt es eine Altersspanne zwischen 14 und 20 Jahren. Es hat das Recht, in Angelegenheiten, die Jugendliche betreffen, dem Stadtrat Vorschläge zu machen, Anregungen zu geben und Bedenken zu erheben. Das Jugendparlament in Nordenham nahm am 2005 die Arbeit auf. Die Amtszeit des Jugendparlamentes beträgt zwei Jahre.
| Text: Nelya Pektas, Kl. 8a |